06
Mar
10

senggiggi/nusa tenggara/ lombok


Nachdem Randy die Heimreise ins kalte Canada angetreten hat, beschloss ich nicht mehr laenger auf Gilli Trawangan zu bleiben. Es war zwar nett dort, aber die  Typen waren etwas zu aufdringlich um alleine zu bleiben.

Mein Plan war, nach Manila zu fliegen und einige Zahnarztsitzungen einzulegen. Von Lombok sollte es per Lion Air weiter gehen. Wie einem das Leben so spielt, hat mir Lion Air jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht  und es war mir ums verrecken nicht moeglich einen anstaendigen Flug zu bekommen.

Dementsprechend angepisst war ich, da ich nicht vorhatte, noch in Indonesien zu bleiben da mir das Land nach den ersten Abzocken nicht unbedingt symphatisch war.

Dennoch quartierte ich mich vorerst einmal ein und sollte eines besseren belehrt werden und meine Meinung ueber Indonesien ordetnlich revidieren….

Los gehts mit dem Minibus

Die Landschaft ist ja zumindest schon mal ganz nett.

Mein neues Zuhause, Pondok Siti Hawa.

Meine Gastgeber: Siti Hawa aus Indonesien und Hussin , gebuertiger Neuseelaender der schon seit 25 Jahren auf der Insel lebt.

Mein Bungalow. Klein aber fein. Kostenpunkt: 3 Euro die Nacht.

Banana Pancake in Steffi Groesse mit Papaya Fruehstueck inklusive.

Husin nennt sein Anwesen Jungle by the Sea.

Hier der Jungel vor meiner Haustuere...

und da der Strand, 10 Meter entfernt. Menschenleer.

Vor meiner Tuer gibt es eine Schildkroete, die liebend gern Papaya isst und mit mir gemeinsam fruehstueckt.

Am Nachmittag kommen hin und wieder Fireflies zu besuch.

und Abends versinkt die Sonne im Meer. Ebenfalls in Rot.

Alles in allem sehr idyllisch, aber auch basic. Das hier ist mein Schlafgemach und Wohnraum quasi.

Das hier ist mein Badezimmer. Rechts in der Ecke die Dusche und daneben ein Klo. Nicht so eines wie bei uns 😉

Aber hey, immerhin gibt es einen Spiegel.

Und wenn wie jeden Abend der Strom ausfaellt, wird mit schoenen Lampen abhilfe geschaffen.

Meine Naechte verlaufen jedoch alles andere als ruhig, was unter anderem an diesem Herren da liegt.

Nacht 1: Puentklich um 3 Uhr frueh fangt der Gockel an zu kraehen. Abwechselnd mit seinen 4 Kollegen geht das ganze weiter bis 8 Uhr frueh ohne Unterbrechung. Ich ueberlege kurz, mein Vegetariertum aufzugeben und ihnen den Gar auszumachen. Nacht 2: ein wahnsinniger Hindu schaltet um 5 Uhr frueh seinen Kasettenrecorder auf volle Lautstaerke und Auto Repeat. Ich hoere das selbe Lied ganze 2 Stunden lang. Nacht 3: Die Katze ist rollig und schreit vor meinem Bungalow durchgehend. Nacht 4, 5 und 6: Ratten haben entdeckt, dass es in meinem Bungalow essbares gibt. Sie stehlen meine Schoko Cookies, meine Seife und meinen Schlaf. Irgendwann bin ich aber zu muede um Wache zu halten und lasse die Viecher an meinem Moskitonetz vorbeihuschen. Man gewoehnt sich an alles.

Trotz alledem ist es super hier: Hussin hat sich dem Umweltschutz verschrieben und ist darauf bedacht, seit 20 Jahren die Insel sauberzuhalten. Und endlich betaetige ich mich auch wieder einmal sinnvoll.

Und helfe beim Muell aufsammeln und Hussin in Computerangelegenheiten.

Die Initiative, die er betreibt nennt sich Indonesia Green and Clean und die Zeit vergeht wie im Flug.

Die Locals findens auch gut.

Zudem die Umstaende preakaer sind: Im Brunnen dessen Wasser zum Kochen verwendet wird, wird auch Waesche gewaschen. Ist natuerlich nicht ideal fuer die Gesundheit.

Eine Gruppe juengerer Surfer hat sich auch auf Hussins Seite geschlagen. Und so gehts an die Straende um Mistkuebel zu reparieren.

Die Aussicht zu geniessen

oder sich in die Fluten zu stuerzen. Bevorzugt mit Brett.

Weil hin und wieder gibts hier auch Wellen und Surf Contests..

Dude reading Magic Wave.

and so is his girl.

Nach dem Sport wirds Zeit ueber die Wellen fachzusimpeln..

oder sich einen Drink zu genehmigen.

Am naechsten Tag war Tempel Angesagt: Batu Bolong, gleich ums Eck

Opfergaben werden geleistet.

Zarte Bande geknuepft...

.

Die Fischer versuchen ihr Glucek..."

und es gibt noch mehr Opfergaben.

und auch den Kuehen gehts gut in der Naehe der Hindus.

Ja, Sonnensymbol und so.

Inzwischen bewege ich mich schon fast wie eine Einheimische und benutze neben Mopeds auch die Bemos. Wer braucht schon ein Armaturenbrett?

und auch das Lokale Essen schmeckt vorzueglich. Um 30 Cent ist man bis ueber beide Ohren satt. Meine Neue Lieblingsspeise: Tempeh

Am naechsten Tag gehts zu einem weiteren Tempel: Pura Lingsar, eine Kombination aus hinduistischen und muslimischen Einfluessen.

Auch hier wird natuerlich gebetet.

oder grimmig dreingeschaut

Es gibt hier auch so einige Regeln: Menstruierende Frauen muessen draussen bleiben. Da hab ich wohl nochmal Glueck gehabt.

Die Kaetzchen machen sichs neben einer Gottheit gemuetlich. Sicher ist Sicher.

A pro pos Sicher: Das ist mein neuer Homie und Beschuetzer. Zumindest so lange bis Martin da ist.

Die Kehrseite des Tempels: Muell in grossen Mengen. Es gibt also noch viel zu tun.

Nach einer Woche geht die Reise wieder weiter auf die Nachbarinsel Bali. Und ich kann nur sagen: danke an alle die ich kennenlernen durfte und mir die Chance gaben, Indonesien doch noch liebzugewinnen.

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3 Responses to “senggiggi/nusa tenggara/ lombok”


  1. 1 kchristian
    06/03/2010 at 14:10

    dreh dem gockel den hals um!
    und immer schön weiter aufräumen! good girl.

  2. 2 tobi
    07/03/2010 at 08:00

    christian hätte den vogel schon zum frühstück verspeist, oder eher irgendwann zwischen dem erste, zweiten und dritten frühstück.

  3. 3 paul
    07/03/2010 at 21:46

    Hallo Stefanie!Wie freu ich mich in so vielen tollen Bildern erneut zu erfahren das es Dir gut geht! Das es Indonesien auf freundliche Weise geschafft hat, sich mit Dir wieder zu versöhnen! Und das das Abenteuer um Dich herum tobt, beschreibst Du auf sehr humorvolle Art!Während du dabeibist den Inonesischen Strand vom Müll zu befreien und Dich von der Sonne verwöhnen lässt und Dich in Geduld mit dem einheimischen Federvieh übst,erhielt ich auf meinem Handy folgende Info!Uniqa Warnung! Rot: bis Samstag Nacht 15cm Neuschnee! stellenweise mehr!Schneeverwehungen möglich! Und es stimmte! Den ganzen Samstag Schneefall und saukalt! Ein letztes (erfolgreiches) Aufbäumen des Winters! Und heute Sonntag? Ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch! Blauer Himmel und viel Sonne!Aber kalt! (Und das wird die kommenden Tage auch noch so bleiben) Mit einem Wort ein sehr chilliger Tag!Und während Du von, Dir wohlgesonnenen Geistern gut bewacht , deine nächsten Reiseziele planst, höre ich gerade die letzten Takte von Aloha OE! Das Schlusslied von der neuen und letzten Jonny Cash CD mit dem Titel American VI!(Sehr gelungen! Ein Muss für Cash Fans!)Und den Abend werde ich mit einem Videofilm beschließen! Auf dem Programm steht, Mulholland Drive! Du erinnerst Dich noch?
    Für Heute wünsche ich Dir eine angenehme, Energiespendende Nacht mit schönen Bildern in deinen Träumen und eine weiterhin unvergesslich schöne Zeit! wo immer es dich hin treibt!
    Bis bald!
    Alles liebe, Paul


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